Mein Gott, wie lang das her ist, dass ich das letzte Mal geschrieben hab.
Ich hab gerade das groesste Desaster meiner Reise erlebt, es stellt fuer mich sogar meine Fussverletzung vom Dezember in den Schatten.
Ich habe heute mein Netbook bei DickSmith abgeholt und gebetet, dass sie doch bitte ein Backup gemacht haben, wie ich es verlangt habe, als ich das Netbook vor 1,5Wochen zur Reparatur gebracht hatte, weil es sich seit 2 Wochen nicht starten liess. (und ich demnach auch nicht mehr an meine Fotos und 1Monat Tagebuch rankam)
Haben sie nicht. Alles weg. Alles. 8GB Fotos, gesammelt in 4Monaten sowie weitere Daten. Erinnerungen, sorgsam sortiert und nach Daten geordnet. Wenn ich Tagebuch geschrieben hab, hab ich mich auch darauf verlassen, wann welche Fotos gemacht wurden. Jetzt besitze ich nur noch die Fotos, die ich bei Facebook hochgeladen hab und muss meine Eintraege (ich bin dabei, die letzten Monate nachzutragen) auf E-mails stuetzen. Ich hab keine Lust mehr.
Ich bin jetzt wieder in Auckland, sitze in einem Haus in Remuera, wo ich vor 1 Woche meinen Job als Aupair angefangen hab. Nach 1,5 Monaten, seit dem Verlassen von Nelson hab ich so ziemlich alles von der Suedinsel gesehen, was ich sehen wollte, plane aber dennoch, noch einmal hinzugehen fuer ein paar Tage, weil die Westkueste so verregnet und neblig war, dass wir zwischen Franz Josef und Queenstown nichts gesehen haben. Wir haben im Regenwald beim Milford Sound geschwitzt und uns von Sandfliegen zerstechen lassen, nur 1 Woche nachdem wir in Franz Josef ueber das Eis eines Gletschers gelaufen sind, wir haben Queenstown aus 450m Hoehe betrachtet, Pinguine in der Naehe von Dunedin aus 2m Entfernung beobachtet und haben den Strassenkuenstlern zum World Buskers Festival in Christchurch bei ihren Kunststuecken zugesehen. Ich habe den Mt Cook besucht und ihn dennoch nicht gesehen, seltsame Steinformationen in Punakaiki bewundert und bin mit der Eisenbahn die Kueste hochgefahren, waehrend ich mir auf dem Fotodeck die Seeluft um die Nase winden lassen hab. Nach einer letzten Woche Picton mit ein paar Freunden bin ich zurueck auf die Nordinsel. In Tauranga hab ich noch eine Menge bekannter Gesichter wiedergesehen. Und jetzt bin ich hier.
Ich vermiss euch, meine Freunde, heut mehr denn je.
Au Revoir. Und eine Muetze voll mentale Unterstuetzung an Sarah und Juliane, die beide, in der Schule wie in der Uni, in ihren Pruefungen sitzen und fuer die Verbesserung der geistigen Welt kaempfen.
Henni
oh nein! henni! das ist ja schrecklich! ich kann mir denken, was das für ein schlag sein muss. oh neeeein. das tut mir wirklich leid und ich hoffe, dass du dennoch weiterhin fotos machen wirst und dich davon nicht abbringen lässt, wenigstens noch die letzten paar monate akribisch photgraphisch einzufangen!
AntwortenLöschenich denk an dich und wünsche dir noch tolle erlebnisse, die das wieder gut machen!
sara