Mittwoch, 20. April 2011

Reading Julie & Julia


Nun, Waiheke Island....

zu dem Thema moechte ich kurz auf das Bild des Kaffeebechers in meinem letzten Post verweisen. Das war Waiheke Island im Februar, mitten im Sommer, sehr schoene Straende. Mag schon gut sein, dass es reizvoll ist fuer die Greenpeacianer, sich dort anzusiedeln, die Grossstadt scheint weit entfernt und trotzdem ist man in nicht mal einer Stunde mit dem Boot im Zentrum, es gibt viel Weideflaeche und Weingueter und viel viel warmen, italienmaessigen Platz zum Entspannen, waehrend einem die Zikaden das Trommelfell wegdroehnen. Leider muessen diese Menschen dazu eine Menge Geld besitzen, denn Grund auf Waiheke ist sehr, sehr teuer. Nicht verwunderlich, ein beliebtes Urlaubsziel mit weiten Sandstraenden und Yachten in den Buchten. Ich haette da auch gern ein Haus. Aber so ist das Leben. Den Film wuerde ich trotzdem gerne einmal sehen, der hoert sich interessant an xD.

Ich hab meine letzte Woche vor einer Woche Ferien fast ueberstanden, ein Tag fehlt mir noch, dann ist Ostern fast da. Ich lese gerade Julie & Julia, ein wunderschoenes Buch, einige kennen es vielleicht durch den gleichnamigen Film. Passend zum Thema hab ich eine Woche des Backens fast hinter mir. In den letzten Wochen hab ich Afghans und Anzacbiscuits gebacken, die einen schokoladig und kalorienhaltig, die anderen suess und voller Kokos und Hafer. Den Namen haben die zweitgenannten wahrscheinlich daher, dass Muetter sie ihren Soehnen im Krieg geschickt haben, da sie sich lange halten und trotzdem gut schmecken. Diese Woche ging es schon eher in die Richtung des Kuchens, Montag stand ich geschlagene 5 Stunden in der Kueche, ohne sie nicht einmal zu verlassen. Erst Easter-Biscuits und dann Dinner direkt im Anschluss. Meine Uebelkeit danach koennt ihr euch sicher vorstellen. Gestern dann Sultanacake, die ich, obwohl ich bis dato Rosinen und Aehnliches abgrundtief gehasst hab, zum Anbeissen lecker finde (Komplimente an den Kuechenchef :D) und heute in 2 gehetzten Stunden erst eine Appleshortcake und Dinner bestehend aus Reis, Bohnen, Wurststuecke in einer Tomatensauce und geduenstete Zucchini mit Pilzen und Paprika (mein Gott, ist ja schon fast Gourmetkueche). Ich bin muede und hab schon gar keine Lust mehr auf die morgige Schokotorte. Und ich bin echt am Ueberlegen, ob ich Freitag noch die Cheesescones mache oder nicht. Vermutlich habe ich mir zu viel vorgenommen.

Ich war heute aber auch effektiv! Ich hab meine Unibewerbung nicht nur ausgefuellt, nein auch noch postalisch abgeschickt, war in der Bibliothek, um mein Flugticket fuer Queenstown auszudrucken, hab die Jungs vom Tennis abgeholt und war mit ihnen noch im Park, bevor ich dieses pompoese Essen vollbracht habe. Irgendwie bin ich ja schon stolz auf mein Timemanagement.

Die letzten Wochen waren dann schon eher Routine, das laeuft ja diese Woche nur aus dem Ruder, weil die Jungs Ferien haben, aber ab morgen abend ist die Familie weg und ich ab Samstag in Queenstown, Berge und Schnee anschauen. Schnee hab ich uebrigens vorletztes Wochenende gesehen, als ich mit ein paar Freunden das Tongarirocrossing gemacht habe. Herr der Ringe maessig am Mt Doom vorbei mit seinem unaussprechlichen Maorinamen (letztens hat mir ein Kumpel erklaert, wie man den ausspricht, aber ich habs schon wieder vergessen), 800 Hoehenmeter rauf und 1000m wieder herunter. Sehr eindrucksvoll und eine der schoensten Aussichten, die ich in meinem Leben hatte. Nur der 3h-Abstieg war dann doch etwas heftig, am Ende konnte man nicht mehr Laufen, so sehr haben einem die Zehen geschmerzt. Aber das Mittagessen in einer nach Schwefel riechenden Umgebung war dann doch sehr schoen, und man hatte einen interessanten Einblick in das Gefuehl, das Frodo und Sam in Mordor gehabt haben muessen.

Mensch Sarah, euer Abimotto finde ich klasse. Nur geht es jetzt auf in den letzten Monat, aber glaub mir, die eigentlichen Pruefungen sind nicht halb so schlimm, wie man vorher denken mag, also mach dir bitte nicht allzu grossen Stress. Iss viel Schokolade, versteck bunte Eier, bitte auch eins fuer mich, und geniess die letzte Zeit, die du noch in der Schule bist. Ich kann nicht glauben, dass ich schon fast ein Jahr wieder draussen bin. Alles wird gut, ich wuensch dir viel Glueck!

Wir sehen uns, aber jetzt tut mir der Nacken weh und die Finger (ich habe zwei megagrosse Brandblasen von Montag) und ich moechte endlich diesen gruenen Tee neben mir trinken, bevor er kalt geworden ist.

Henni

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