four girls. in four different places. all around the world. new zealand. france. germany. connecting.
Sonntag, 24. Oktober 2010
Cumpleaños
Eine weitere Woche um, ich haette mir ja denken koennen, dass, sobald Anne hier auftaucht, alles in einem Chaos versinkt, aber in einem lustigen Chaos. Verglichen mit letzter Woche hab ich davor ja echt abstinent gelebt.
Wir haben Dienstag (oder doch Montag) die Induction im Buero des Contractors gemacht, seitdem hat sich aber nicht viel getan, ich habe mich jetzt entschieden, in einer Woche mit Melanie, Jonas und Daniel Richtung Sueden zu fahren, einen Monat auf der Suedinsel zu reisen und dann einen Job auf einem Vineyard zu suchen. Ein paar Telefonnummern hab ich schon. Und vielleicht bekomm ich ja ab Februar den Aupairjob, weswegen ich ein Jobangebot abgelehnt hab, zu dem ich mich mindestens 2 Monate verpflichten muesste. Sollte ich den Job ab Februar wirklich bekommen, hab ich keine Zeit zu reisen mehr. Ich will noch was vom Land sehen, und nach 3 Wochen Tauranga werde ich langsam rastlos. Ich muss weiter, das Leben ruft nach mir...(hach xD)...Anne wird hier bleiben und den Job machen.
Ab Donnerstag fing das Trinken an, zuerst ein Club, um den Geburtstag eines deutschen Maedchens zu feiern und ab Freitag waren eh alle betrunken, weil Labour-Weekend ist und die Leute bis Montag frei haben. Samstag hab ich mit Inga am Strand verbracht, das erste Mal Baden in diesem Jahr, und das Wasser ist so verdammt klar und blau. Danach Kuchen backen...Schokolaaaade! Aber ich brauche meinen Kuchen zum Geburtstag!
Die Wodka-Melone hat nicht wirklich hingehauen, es zog nicht ein, deswegen haben wir kurzerhand die Melone zerschnitten und den Wodka druebergegossen, so gab es zum Ende doch noch Wodka-Melone als Bowle, nur dass da drin ausser Melone und 700ml Wodka und einer halben Flasche Sekt nicht wirklich was zu finden war. Stark!
Expensive Drink: 40$ fuer den Wodka und 18$ fuer die Melone. + noch einmal 10$ fuer den Sekt, da haben wir aber die Haelfte zu zweit getrunken.
Bis 12 waren alle betrunken, es gab ein paar lustige Szenen ("So where do you really come from?" - "I'm gay!") und Benjamin, der schwule 18-Jaehrige aus Auckland mit einem 16-Jaehrigen Freund in Tauranga, verliebte sich in Daniel. Dann gab es ein Geburtstagslied auf Spanisch, einen Schokokuchen und bis 3 einen Club zum Feiern. Wodka-Rum, Wein und Grappa und ein verlorener Schluessel, den ich aber heute frueh wiederbekam - man hat ihn im Club gefunden.
Heute ist nicht viel passiert. etwas zu windig teilweise zum Baden und ansonsten hab ich nur gegessen. Das ist die Langeweile, war aber trotzdem ein schoeeeeeener Geburtstag, so nichts machen und so.
Nur bin ich jetzt etwas gefrustet, weil ich feiern will und alle scheinen total fertig. Die spielen UNO und PlayStation. Hallo? Was wird das? Anne und ich haben 3 Liter Tequila Sunrise gekauft!
Meld mich bald wieder, ich muss jetzt was machen, essen oder so. Ich werd hier echt fett.
Sarah, viel Glueck fuer Morgen, danach hast du es ja erstmal hinter dir!
Juliane, die Pruefungen sind fuer dich ein Kinderspiel, das wird schon. Wenn nicht, haeng dich ans naechste Flugzeug und komm her. Ist zwar arschteuer, aber generell sind die Leute echt cool.
Ciao,
Henni
Dienstag, 19. Oktober 2010
Still Alive!
So nach unglaublich Nervenraubenden 4 wochen bei meiner wwoofing familie bin ich endlich wieder in meinen backpacker alltag zurueckgefallen. um 12 aufstehn, essen, chilln, mehr essen, abends in ne schoene bar gehn und irgendwann gegen 3 dann tot ins bett falln. Schoen schoen.
Die letzten wochen warn anstrengend, fruehlingsputz (ich und aufrauemen....), bienenkaesten vom wachs befreien..., kuhscheisse sammeln (ekks) und barbiehaeuser sauber machen.
jaja aber was macht man nicht alles fuer essen und schlaf.
vor 1woche oder so waren wir dan auch fischen. ich war natuerlich die einzige die keinen essbaren fisch gefangen hat, ausser einen 20jahre alten 1m langn aal, den wir aber zurueckgeschmiessen haben weil es zu gefaehrlich gewesen waere ihn zu toeten, oder so...
am mittwoch hat mich mike dann ueberrascht indem er gesagt hat das ich ja am donnerstag fahren koenne, weil er da sowieso in die stadt geht. jedoch konnte ich es noch bis samstag rausschieben.
nach einem zwischenstop am samstag in auckland, der wieder mal mit alkohol endete(man kann einfach nichts anderes in auckland machen als sich zu betrinken...) bin ich nun endlich bei henrike in tauranga, bay of plenty, angekommen. das hostel ist toll, auch wenn ich in einem maedchenflat nur mit chinesen wohne. aber naja ich bin selten dort nur fuer die par stunden schlaf die ich erwische..oder auch nicht.
ja auf jeden fall war gleich der 1. tag sehr ereignissreich. natuerlich musste ich erstmal mit henrike den neusten klatsch austauschen, und dann wurden wir auch gleich eingeladen in eine bar zu gehen, von einem chilenen (jose)
juliane: wie hies der spanier(?) in deinem traum?
ja wir ham dann noch beschlossen den sonnenaufgang zu sehen, doch herike hat gegen 3 aufgegeben. ich habe es unglaublicherweise bis dreiviertel 6 geschft, eine halbe stunde vor sonnenaufgang. Mist!
Montag hab ich es dann trotz schlafmagel geschaft 5h am stueck karten zu spielen und gestern sind wir nachdem wir fruehs bei einem jobinterview waren(in einer kaesefabrik..., ) was auch sehr vielversprechend endete, ins kino zu eat pray love gegangen. sehr schoenen film.
heute abend werden wir hoffentlich von jose bekocht. nudeln mit mince. hach toll XD
ja ich versuche meine letzten tage bevor ich zu arbeiten anfange noch vollkommen zu geniesen.
backpacker alltag...wunderbar!
sarah! du arme, scheisse mit deiner semiarbeit, wann musst du sie denn abgeben? naechste woche oder so hat henrike gesagt.
juliane. schoen das die erste pruefung vorbei ist. hoffe jetzt geht es endlich berg auf. viel glueck fuer die naechsten. drueck dir die daumen!
so bald kann ich auch endlich mal bilder hochladen. jetzt wo ich bei henrike bin die ein kabel hat.
bis bald!
anne
Samstag, 16. Oktober 2010
Der Morgen danach
KIRMEEEES! - stimmung will hier so recht nicht aufkommen, liegt vermutlich daran, dass die hier keinen Kirmes gibt, aber ich hab ja schon Werbung fuer das "OCKTOBERFEST" gesehen ... man sollte meinen, bei den Tausenden Deutschen hier koennte man das wenigstens richtig schreiben...
Erkaeltung ueberstanden, nur noch ein trockner Husten ist uebriggeblieben, aber die Krankheit hat mich und wenig andere daran gehindert, jeden einzelnen der letzten Abende total zu zu sein...ob das so gut ist?
Trifft man einen Neuseelaender in einem neuseelaendischen Hostel, ist das mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Dealer. Na, inzwischen weiss ich, wie viel Gramm eine Unze wiegt und wie viel man in der Coromandelgegend fuer ein Gramm verlangen kann - ich bilde mich.
Waehrend sich fuer mich hier schon eine Art Alltag einstellt - ein Alltag der Beschaeftigungslosigkeit, in der ich Yvonne schon fast anbettel, ihr bei den Kartoffelpuffern fuer die Jungs zu helfen - hab ich das Gefuehl, mich aufgegeben zu haben. Ich weiss nicht, wie ich die naechsten Tage weitermachen soll, falls sich nichts mehr mit der Arbeit tut. Bitte, Scott, melde dich, ich brauch einen Termin fuer eine Induction...Pleaaaaase!
Eine Woche bis zu meinem Geburtstag und ich dachte, es gaebe wenigstens einen Unterschied im Wetter...hmmmm...
Was tu ich hier eigentlich? Ich sollte die Zeit nutzen und nach einem Job schauen!
Machts gut!
Henni
John Rawls vs. Joseph Raz feat. HANS KELSEN, the father of constitutional courts
oder eher : sssssoooooohhhhhh wie Herr Chen es galant formulieren würde .
Ihr glaubt gar nicht wie lange ich mir diesen neuen Post hier erkämpfen musste. Sicherlich hätte ich schon ein wenig früher Zeit finden können um euch von meiner Existenz zu berichten.
Gerade kehre ich vom Schwimmen zurück. Ich schwamm im Prasselregen, da das SChwimmbad ohne Überdachung ist.
Aber es tat gut. Ich hatte nämlich soeben meine erste "Recht"prüfung hinter mir gelassen, mehr oder weniger zufriedenstellend, aber immerhin hinter mir. Es folgen Mikroökonomie und Soziologie´an den nächsten beiden Samstagen.
ja. Ich würde sagen, dass ich so langsam hier ankomme. Mental und Physisch. Aber ich fühle mich nicht wirklich französisch, oder sagen wir eher, ich fühle nicht dass ich ´Frankreich bin, es sei denn ich kämpfe mich durch den Verkehrsjungle der mich umgibt. Entweder endet der Fahrradstreifen in der Mitte , ich sage Mitte ! zweier entgegengesetzter Spuren, oder die lokale Bevölkerung nutzt sowohl Fahrradstreifen als auch Fußgängerweg als Parkplatz, oder es existiert überhaupt kein Platz für Fahrradfahrer, oder , was ich immer noch am originellsten finde - sie bauen ein dickes Plateau in die Mitte des Weges, sodass man gezwungen wird ( ohne Absenkung versteht sich ) auf die STraße zu springen.
Ach ja . Ich liebe es.
Ich habe jetzt im Selbstregime meine Französichgruppe erhöht , um einem 10h-Freitag zu entgehen. Is mir jetzt auch egal ob ich in dieses höchste Niveau passe oder nich .
Wenn ich ehrlich bin, zerläuft die Zeit hier so schnell, dass ich glaube, es gibt gar nichts zu erzählen . Ich höre euch lieber zu, momentan
Bald werde ich mich mit meiner "Welcome family " treffen, hoffe ich mal. Die hat Pferde, wurde mir gesagt, was im Gesamtkontext heisst , dass ich vielleicht gelegentlich reiten kann !!! Woohoo !
Ja das wäre nich schlecht.
Ansonsten koche ich viel , Pflaumen mit Rind anbraten, Nelken und Zimt hinzu, wer will Pfirsiche und Creme fraiche und Minze. und ein bisschen honig. Mhh udn getrocknete Feigen !!! SEmig-cremig knackig heiß ... yojo oder wein, wein geht auch im anbratprozess.
Dazu Reis oder Couscous oder natürlich fladenbrot!!!
Is die neueste Empfehlung. Fortsetzung folgt auf nachfrage ;)
Gebt mir Inspirationen !!!
Und gebt auf euch acht ! Macht weiter was ihr macht, auf dass ihr immer lacht !
Ich wünsche euch alles LIEBE !
julietta
Freitag, 15. Oktober 2010
Kirmes in Mihla
In Gedanken sollte wir für Samstag übrigens alle bei Juliane sein, die ihren ersten Essay in Recht absolvieren muss. Aber das schafft sie schon!
Ansonsten bin ich wieder auf dem Wege der Genesung und beherberge von Samstag auf Sonntag einen Musiker bei mir. Ich bin gespannt, was dieser Abend für interessante Gespräche mit sich bringt - worauf ich natürlich stark hoffe. Sonntag kommen dann meine Semi-Partner und wir werden das Kunstwerk dann hoffentlich erfolgreich beenden. Abends ist dann wie die nächsten Tage Tanz angesagt. Der Heuberger Gaudi-Express ist im Dorf ( ja...so heißen die wirklich!).
Ich hoffe, euch Mädels geht es gut und achja: ich werde Sophia mal eine Einladung zum Mitmachen schicken, da ja schließlich auch sie bald das Weite suchen wird.
Lieb euch und fühlt euch umarmt und ich hoffe, dass Henrike auch ihre Krankheit gut überstanden hat.
Bis später, Sarah
Dienstag, 12. Oktober 2010
Feeling sick
mir gehts scheisse...hab mir eine schoene Erkaeltung eingefangen...Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Ohrenschmerzen, Muedigkeit...und hab 16$ in der Pharmacy fuer irgendwelche Halsdrops ausgegeben...bei dem nicht vorhandenen Einkommen, dass ich hab. Wenigstens hab ich noch Aspirin...
Gleichzeitig mache ich mir Sorgen um euch, Anne und Juliane. In welcher Einoede seid ihr gestrandet? Meldet euch!
Montag, 11. Oktober 2010
Tot.
es ist nun offiziell: ich bring mich noch um wegen diesem scheiß verkackten drecksmist von Semi. Echt.
So. Das musste erstmal ganz kurz raus. Es tut mir echt leid, dich so lange im Stich gelassen zu haben, Henni. Aber ich verspreche Besserung.
Naja. Mein Fachbetreuer hat mir soeben meinen Teil wiedergeschickt und drunter geschrieben (ich zitiere)"Diese Arbeit ist sehr unzufriedenstellend! Fachliche Fehler, schlecht recherchierte Beiträge, sprachlich zum Teil unverständlich. Überarbeite den gesamten Text noch einmal, so kannst du das nicht abgeben."
So viel dazu. Ansonsten bin ich einfach nur frustriert. Komme übrigens gerade von einem Berlin-Kurztrip zurück, den ich fast wegen einer üblen Magenverstimmung nich antreten konnte. War zwar nicht sehr (er)füllend, aber dafür reich an Einkäufen uuuuuuund (Juliane, du wirst mich umbringen) konnte auf dem Flohmarkt im Mauerpark für schlappe 10€ die Schallplatte Horses von Patti Smith erstehen. Jaha.
Sa bringt wieder gute Laune. Ich werde mich wohl für den restlichen Abend dieser Musik widmen und meine Tasche auspacken.
Lieb euch Mädels und Henrike: auch wenn ich nicht viel schreibe, ich liebe und verfolge deine Beiträge!!!! Hör bloß nicht auf zu schreiben, wenn es bei uns mal mangelt - dann bloß wegen mangelnden Inhalts an Stories.
Sonntag, 10. Oktober 2010
Harbourside Hostel, Tauranga
Liebe Freunde,
es macht keinen Spass, hier zu schreiben, wenn ich nichts von euch hoere. Wo seid ihr, was macht ihr? Ich bin kurz davor, Juliane als vermisst zu melden. Sarah hat wahrscheinlich zu tun, Semi in den letzten Wochen ist sehr stressig.
Vllt liegt es auch daran, dass ich immer so viel schreibe, aber irgendwie benutze ich diesen Blog hier als Tagebuchersatz und es gibt immer so viel festzuhalten, also entschuldigt mich.
Nach einer Woche hab ich immer noch keinen Job. Scheiss-Adecco, scheiss-Tradestaff. Und von den Cafes und Bars hab ich auch noch nichts gehoert. Patience...
Ich war heute mit 4 Chinesen in der Muschelfabrik Bewerbungen ausfuellen. Woher verdammt nochmal soll ich wissen, wie der neuseelaendische Premierminister heisst, ich weiss noch nicht mal ueber Deutschland Bescheid...
Die Woche verschwimmt in Kaffee, Lesen, langen Abenden und vielen Leuten. Viel ist nicht passiert, ich verlasse das Hostel eigentlich nur, um zum Pak'nSafe zu gehen. Oder um die Agencies aufzusuchen. 2 Trips nach Mt Maunganui, einmal, um auf den Berg zu klettern, die Sicht war atemberaubend. Ansonsten trinke ich viel viel viel zu viel Kaffee.
Jose spielt Gitarre, die ganzen Suedamerikaner sind total cool, aber ich merke nun, wie wenig Spanisch ich eigentlich kann.
Mittwoch haben wir in einem Park mit 20 Leuten ein Barbecue veranstaltet, anschliessend eine Nachtwanderung durch einen Canyon voller Gluehwuermer gemacht...schoeeen.
Samstag gab es eine Kostuemparty, von Borat bis zur Fee alles vorhanden. Aber wie Matt es den ganzen kalten Abend in seinem mehr oder weniger nicht existierendem Kostuem ausgehalten hat, ist mir immer noch schleierhaft...muss der Alkohol gewesen sein. Der Nachtwaechter hat nach dem Abend gekuendigt, er macht das nicht mehr mit und Lisa meinte, so eine Party wuerde es nur 1-2Mal im Jahr geben und diese haette sowieso alles in den Schatten gestellt...merkwuerdig, die rohen Eier auf dem Boden hab ich gar nicht mitbekommen, nachts um 2.
Aber nachdem ich wieder ins Hostel kam, war nicht mehr viel los, ich hab noch ein paar Glaeser abgewaschen, mit Jero, Claudio und dem einen Javier einen Schokomuffin geteilt und mich danach noch bis um 3 mit Max aus Schottland unterhalten...und dann ab ins Bett, wo ich dann wegen der 3 Glaeser Kaffee, die ich ab um 11 getrunken hab sowie den 4-5 Tassen, die ich am Nachmittag bis Abend vor der Party getrunken hab, erst halb 7 einschlief...aber ansonsten gehts mir gut.
Mal schauen, was heute abend wird. Es ist Backpackersnight im CornerStonePub, vllt geh ich mit.
Waer schoen, mal wieder was von euch zu hoeren.
Ciao,
Henni
Sonntag, 3. Oktober 2010
Meine Damen und Herren,
Gestresst? Uebermuedet? Dann goennen sie sich einen Urlaub hier auf den neuseelaendischen Inseln im Suedpazifik. Ein Stueck Paradies am Ende der Welt. Fernab vom Alltagsstress und den taeglichen Sorgen. Fuer nur 1500Euro. Schlagen Sie zu. Im Programmpreis inbegriffen sind 6 Uebernachtungen in verschiedenen Hotels in Neuseelands groesster Stadt Auckland sowie Paihia und Rotorua, der Bustransfer sowie eine Massage im Wert von 60$NZ. Gueltig bis zum 31. September 2010.
Klingt das besser, Juliane?
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Also mal ehrlich, bin ich hier die Einzige, die was von sich hoeren laesst? Ich will wissen, was in euren Leben passiert! Ich weiss, dass es bei Juliane philosophisch und lernmaessig stressig zugeht, Anne sich nachts den Arsch abfriert und bei Sarah momentan Semi an Stelle Nr.1 steht. Jeder hat seine Hoehen und Tiefen. Lasst mich hier nicht mehr allein. Ich fuehl mich so schon ganz verloren. Das Hostel hier ist scheisse, da war es sogar im ACB schoener, Anne, das will was heissen! Der Eingangsbereich ist ganz okay, deshalb konnte ich ja nicht wissen, was mich erwartet. Man knuepft hier normalerweise ziemlich schnell Kontakte, aber hier kenne ich niemanden. Ich wollte mich heute eigentlich nochmal ordentlich betrinken, bevor es in die Fischfabrik geht, aber ich will nicht allein gehen. Anne! Komm schnell nach Auckland. Zum Glueck bleibe ich nur noch eine Nacht hier, dann gehts nach Tauranga.
Mein Zimmer ist total muffig, es gibt eine Steckdose und ein rissiges und schmutziges Waschbecken. Nichts, um seine Sachen einzuschliessen. Die Toiletten gehen direkt auf den Gang und sind total eklig...In der Kueche gibt es fuer ein ganzes Stockwerk 2 Waschbecken und jeweils etwa 5 Gabeln, Loeffel und Messer. Meine Tasse heute morgen war undicht.
Genug gejammert!
Also. Mittwoch habe ich die schoene Bay of Islands sowie eine Horde Deutsche und Alejandra verlassen, unfassbar, man spricht hier fast mehr Deutsch als Englisch. Lindsay hatte Recht.
Als ich mit dem Bus in Auckland ankam, ging ich als Erstes in das Seattle Cafe und trank einen Kaffee. Neuseeland macht mich noch Coffeinsuechtig. Ich bin inzwischen bei 3 Tassen Kaffee pro Tag. Ich bekam 2 Naechte in einem Hostel ausserhalb des Stadtzentrums. Nach den 40min zu Fuss war ich verschwitzt und atemlos. Das Hostel selbst war schoen, viktorianisch und gemuetlich eingerichtet. Ausserdem hatte man eine ziemlich grosse Gewuerzauswahl in der Kueche. Der Nachteil: viele viele Deutsche. Ich wurde gefragt, warum ich nicht den Link-Bus genommen hab.....
...wer mich kennt, wuerde das nicht fragen. Mein letztes Falschfahren mit dem Bus ist mir noch lebhaft im Gedaechtnis...
Nun bin ich im Besitz von einem Netbook und einem neuen Rucksack. Das Geld rinnt mir nur so durch die Finger.
Seit gestern wohne ich in besagtem Hostel in der Queen St.
Heute war ich auf dem Samstagsmarkt hier in der Naehe Cherimoyas kaufen. Hab auch welche bekommen, allerdings nur kleine. Aber immerhin.
Danach bin ich zum Auckland Domain gelaufen, Aucklands groessten und aeltesten Park. Ententeich, Kirschblueten, ein Farnbereich und alles. Zurueck ging es dann durch Parnell, Pasta zum Lunch.
Nun ueberlege ich, was ich heute abend mache, um nicht im Zimmer bleiben zu muessen. Diese Untaetigkeit hier in Auckland macht mich rastlos, ich muss was machen, aber hier gibt man an jeder Ecke Geld aus.
Ich vermisse euch grade echt, Leute, eure Weisheiten und euren Humor. Denkt an mich, wenn ich in der Fischfabrik ende.
Sarah, wie sieht es aus mit Semi? Hast du schon Diabetes bekommen, so wie du dich mit dem Thema beschaeftigst?
Juliane, was haben sie dir noch geklaut? Kannst du bei der ganzen Philosophie noch geradeaus denken?
Anne, ich hab im ACB nachgefragt, die haben mich zum Housekeeping geschickt, die hat nachgeschaut, mich nach dem Raum gefragt (412 oder?) und meinte, sie wuerde nochmal bis morgen schauen, hat mir aber nicht gerade viel Hoffnung gemacht...SHIT
Kommst du dann nach Tauranga nach? Im Moment suchen sie noch Leute, ich will dich auch mal wieder zu Gesicht bekommen. Dieses Hostel wurde mir uebrigens von Lukas empfohlen, da sie im ACB die Preise erheoht haben, aber hier bezahl ich auch 26Euro. Warum hoere ich eigentlich auf diesen Typen?
Alles Liebe
Henni
PS: Ich ueberlege mir grad, mich einfach Nuka zu nennen, nicht mal Henni versteht jeder richtig und da Ale in Paihia mich immer Honey genannt hat, denke ich immer an Manuka-Honey.
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Naechster Tag
Hab heute nacht etwa 4 Stunden geschlafen! Wollte eigentlich um 9 aufstehen, weil ich um 10 aus dem Zimmer raussein musste, wachte aber erst um 10 auf. So kanns kommen, wenn man erst um 6 im Bett ist. Ich fand mich um 5 Uhr morgens in einer bekannten Situation wieder, als ich auf dem Boden des Klos sitzend aufwachte. Etwas orientierungslos, ich erinnere mich noch, ins Zimmer gekommen zu sein, aber anscheinend hatte ich mich vorsichtshalber auf die Toilette begeben. Die Nacht war lustig, ich habe beim beim Filmschauen noch 2 andere Deutsche aufgegabelt, die sowieso weggehen wollten, Chris wollte in seinen Geburtstag reinfeiern. Also zogen wir etwa um 11 los, zusammen mit einem aelteren Englaender, und erreichten bald Father Ted's, mit Club. Wie der Rest des Abends verlief, kann man sich ja denken.
Jedenfalls schaffte ich es innerhalb von 10 min, mit meinem Gepaeck unten an der Rezeption zu erscheinen. Da mein Bus erst mittags fuhr, ging ich los, um etwas zu Essen zu besorgen. 2 Burger, so viel zum Kater.
Den Rest des Vormittags verbrachte ich im ACB, wo ich versuchte, das Kamerakabel wiederzubeschaffen. Kein Glueck. Scheiss-Hostel.
Die Busfahrt nach Tauranga verlief ereignislos, die Landschaft haeufig wie Mitteldeutschland, an einigen Stellen aber echt schoen.
Das Hostel ueberraschte mich, dafuer, dass es so eine schlechte Bewertung bekommen hat, ist es echt schoen. Zwar gross, aber doch noch etwas familiaer. Zentral gelegen, morgen versuche ich mein Glueck mit einem Job. Natuerlich gibt es auch hier viele Deutsche, aber zum ersten Mal hier in Neuseeland hab ich Chilenen und andere Suedamerikaner getroffen, wenn man den Brasilianer nicht mitzaehlt, mit dem wir uns letzte Nacht kurz unterhalten haben. An die Toiletten werde ich mich noch gewoehnen. Als ich in das Zimmer kam, hab ich festgestellt, dass ich zusammen mit den 3 chaotischsten Typen wohne, die ich je gesehen hab. An das Waschbecken kommt man nicht ran, zu viele Klamotten.
Aber Internet ist hier kostenlos...wow...ich glaub, hier kann ichs laenger aushalten.
Mal schauen, was die naechsten Tage bringen.
Bis dann,
Henni