Me again!
Ich moechte mich noch ein letztes Mal melden, bevor ich Auckland verlasse. Wer weiss, wie das in Warkworth mit dem Internet klappt, aber ich lasse so bald wie moeglich wieder von mir hoeren.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von der ganzen Sache halten soll. Irgendwie zu viel Glueck, um wahr zu sein. Ich wohne die naechste Zeit auf einer organic farm / bed & breakfast und arbeite dort fuer Unterkunft und Essen. The thing is, the view is stunning, I have my own room and my own bathroom. Ausserdem scheint meine Gastmutter eine Ernaehrungswissenschaftlerin zu sein oder so, also werde ich die naechsten Tage wieder ein paar Vitamine intus bekommen. Eine Nacht in diesem Bed&Breakfast kostet uebrigens fast 300$, was etwa an nicht ganz 200euro rankommt. WIrd man da nicht misstrauisch? Nun gut, mal sehen, was der Tag bringt.
Zu gestern:
Eigentlich wollte ich ja mit Anne noch einmal in eine Bar gehen, nicht schon wieder einen Abend im Zimmer sitzen Shithead spielen und irgendwelche Alkoholspirituosen trinken. Da sie nicht mitkommen wollte - was fuer eine Ueberraschung - zog ich schliesslich mit Beke, einem gerade erst angekommenen Maedchen aus Hamburg los. Das es regnete, zog es uns schliesslich in die uns allen altbekannte Bar - Shakespeare Tavern...in der Hoffnung, niemand Bekannten zu sehen.
Erstaunlich, wenn man in Deutschland in eine Bar geht bleibt man meist unter sich, hier wird man nach 5 Minuten angesprochen...jedesmal anfangs die selben Fragen, wo kommt ihr her, wie heisst ihr, wie lange seid ihr schon da. Und jeder, den man trifft, ist auf irgendeine Art seltsam. Dillan hatte anscheinend nichts Besseres zu tun, als unsere Namen zu entschluesseln, wie es sich herausstellte, kommt Bekes Name von irgendeiner Figur aus der Muppetshow, deren Kopf jedesmal am Ende der Sendung explodiert und Henni hat irgendwas mit FinalFantasy zu tun, keine Ahnung. Ausserdem empfahl er uns gleich eine Biersorte, die wir unbedingt probiert haben mussten und klassifizierte unseren Weisswein, Die Sorte anhand des Geruchs, den Trockenheitsgrad anhand der Faerbung...Schwebteilchen? Zumindest weiss ich jetzt, welchen neuseelaendischen Wein ich wo kaufen muss. Leider konnte er mir nicht mit einem Job in der Weinbranche weiterhelfen.
Jedenfalls ein lustiger Abend mit Dillan aus Neuseeland; Raymond, dem Barkeeper, der mich noch vom ersten Abend erkannte - zum Glueck war ihm Annes Absturz weitaus lebendiger im Gedaechtnis geblieben - , Peter aus England, Eddie und Jennifer. Themen des Abends: Weinkultur, Geschichtsunterricht, Rugby, Pool, etc.
Das wars erstmal, ich muss los, hab noch nichts gegessen.
Henni
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